Dienstag, 17. September 2019

Das Kind, das ich war...

Das Kind, das ich einst war, hat viele Dinge gelernt. Dinge, die wichtig waren, notwendig zum Überleben. Und auch viele Dinge, die nur wichtig waren für andere, jedoch nicht förderlich  für den Aufbau eines gesunden Selbstwertgefühls, für das Entwickeln von Vertrauen, Lebensfreude und....
Ich habe Werte übernommen, von denen ich jahrzehntelang dachte, sie seien richtig

Mittwoch, 11. September 2019

Erwartungen

Ich erwarte ja wirklich nicht viel von meinen Freunden, aber hin und wieder anrufen könnten sie schon. Mich einfach dermaßen links liegen zu lassen, mich zu ignorieren, finde ich einfach nicht in Ordnung. Zumal ich mich meinerseits mindestens vier Wochen nicht mehr bei ihnen gemeldet habe. Da müssten sie doch einmal nachfragen, ob ich überhaupt noch am Leben bin! Interessiert sich denn keiner dafür, wie es mir geht? Tot könnte ich sein, und keiner würde es bemerken. Ich erwarte ja wie gesagt nicht viel von meinen Freunden. Aber einfach dazusitzen und darauf zu warten, dass ICH anrufe, das geht gar nicht. Ich bin doch nicht dazu da, deren Erwartungen zu erfüllen, oder?

Ich erwarte von meinem Partner ja wahrlich nicht, dass er mich glücklich macht. So naiv bin ich nicht, zu glauben, dass einer den anderen glücklich machen könnte. Für sein Glück muss schon jeder selbst sorgen, das weiß doch jedes Kind. Es liegt ja auch gar nicht in der Verantwortung meines Partners, mich glücklich zu machen.
Aber zumindest sollte ich doch erwarten können, dass er mich nicht unglücklich macht. Wenn er ständig Dinge sagt oder tut, die mich unglücklich machen, dann muss er sich eben ändern. Das wäre ja nichts weiter als ein kleiner "Liebesbeweis", das kann so schwer ja nicht sein! ICH würde mich jederzeit ändern, wenn die Erfordernis dazu bestünde. Und wenn ich es kann, dann wird er es ja wohl auch können. 

Manchmal verzweifle ich förmlich, weil ich eine wirklich gute, wohldurchdachte Meinung zu einem Thema habe, und keiner stimmt mir zu. Wofür hat man denn Freunde? Wofür hat man denn eine Familie, wenn sie einem im Ernstfall nicht ehrlichen Herzens zustimmen? Ich erwarte eine ehrliche Meinung, und wenn ich so offensichtlich recht habe, dann kann das ja wohl nichts anderes sein als Zustimmung. Ich finde es einfach herzerwärmend, wenn alle (m)einer Meinung sind. Wenn ich streiten wollte, wäre ich Politiker geworden.

Wenn ich sage, dass ich kein Geschenk zu meinem Geburtstag möchte, dann ist doch das mindeste, was ich erwarte, dass keiner mich ernst nimmt. Himmel, sie kennen mich doch alle gut genug, um die versteckte Wahrheit hinter meinen Worten zu erfassen. Ich möchte nicht erleben müssen, dass sie an meinem Geburtstag tatsächlich ohne Geschenk dastehen. Das könnte unserer Freundschaft einen empfindlichen Knacks verpassen.

Ich spüre es sofort, wenn jemand ungerechtfertigte Erwartungen an mich hat. Damit kann ich überhaupt nicht umgehen. Da kann es schon passieren, dass ich mich total zurückziehe. Ich habe selbst keine Erwartungen an andere, also darf ich doch wohl erwarten, dass sie auch keine an mich haben.

So viel zum Thema "Erwartungen". Und nur für den Fall, dass einer mich zu wörtlich nimmt: ganz so schlimm ist es um mich zwar nicht bestellt, aber es ist schon noch "Luft nach oben"! 😏


💚💚💚


Selbstsucht bedeutet nicht, zu leben wie man es wünscht, sondern von anderen verlangen, dass sie leben, wie man es erwartet.



Oscar Wilde

Urteilen? Ich doch nicht...

Mit offenen Augen und offenem Herzen durchs Leben gehen, wer möchte das nicht? 

Alles und jedes so akzeptieren zu können wie es ist, ohne darüber zu urteilen. Alle Wesen, Dinge, Situationen einfach zu mögen, ungeachtet dessen, ob sie es in unseren Augen "verdient" haben oder nicht.

Seinen Mitmenschen liebevoll und freundlich zu begegnen, auch wenn sie ganz schreckliche - womöglich urteilende - Personen sind. 😏

Ich habe heute ein wenig im Internet herumgesucht, um mich zu informieren, was andere so über das Urteilen denken. Da fand ich einige ganz erstaunliche "Wahrheiten" heraus, nämlich:
  • Menschen, die urteilen, verabscheuen ihr Leben
  • sie versuchen mit aller Gewalt, das Leben anderer mit ihrer Kritik zu vergiften
  • sie sind unzufrieden und können einfach nicht damit fertig werden, dass andere zufrieden mit ihrem Leben sind
  • sie sind extrem frustriert und aggressiv
  • führen ein Leben voller psychischer Konflikte
  • ihr Neid ist begründet in ihrer einfachen Denkweise
  • sie wollen andere fortgesetzt kritisieren, halten ihrerseits jedoch keine Kritik aus
  • sie sind leicht gereizt
  • sie haben keine Hobbys und wissen auch sonst nicht so recht, womit sie sich beschäftigen sollen
  • sie sind sehr unkritisch in der Beurteilung ihrer eigenen Fehler
  • sie gönnen anderen ihre Erfolge nicht
  • sie sind ständig gereizt
  • sie haben nicht das geringste Interesse daran, sich zu verbessern
  • sie geben ihr Werturteil nahezu pausenlos zu allen möglichen wichtigen und unwichtigen Dingen ab
  • wobei jedoch die ausgekochten Profi-Urteiler, ihre Urteile niemals in der Gegenwart mehrerer Menschen verkünden, da sie Angst haben, entlarvt zu werden


Ganz schön viel Urteil, das auf das arme urteilende Volk da herniederprasselt. 

Aber, Achtung, nun kommt die gute Nachricht: Es sind immer die anderen, die urteilen! 
Es sind die bösen Nachbarn, die frechen und unerzogenen Jugendlichen, die frustrierten Arbeitskollegen, die falschen Freunde und die missgünstigen Feinde... einfach die anderen eben! Um Missverständnisse zu vermeiden: das waren gerade eben keine Urteile, das waren WAHRHEITEN. Ich weiß, wovon ich spreche, schließlich habe ich mir im Laufe meines Lebens schon genügend Wahrheiten ausgedacht. 
Jedoch würde es mir im Traum nicht einfallen, mir über jemanden ein Urteil anzumaßen. NIEMALS!  😏😁 

Und so hab ich beschlossen, der Welt (bzw. meinen 12 Lesern) meine Meinung über das Urteilen mitzuteilen.

Natürlich habe ich keine sehr hohe Meinung von Leuten, die glauben, unentwegt ihre Meinungen und Urteile in die Welt posaunen zu müssen. Keineswegs jedoch möchte ich so gnadenlos wie manch einer über meine urteilenden Mitmenschen urteilen. Himmel, Leute, denkt doch mal nach! ... Das sind doch auch Menschen! Menschen wie du und ich! Ein bisschen einfacher gestrickt vielleicht als unsereins, ein bisschen weniger weit in ihrer geistigen und spirituellen Entwicklung, vielleicht ein bisschen - nun, nennen wir das Kind beim Namen - geistlos und hirnrissig ... aber doch auch Menschen!!!  (hmm... ist das nun ein Urteil oder eine Wahrheit???)
Denn ich bin ja schließlich kein urteilender Mensch, der da über die armen Urteiler urteilt, die da so hemmungslos über die Urteiler urteilen  (das ist jetzt aber kein Urteil, oder? Klingt schon eher nach Wahrheit, würde ich sagen!). 😏

Und ich kenne noch viele Wahrheiten, die überhaupt nichts mit Urteilen zu tun haben. Und manche davon habe ich mir nicht einmal selbst ausgedacht, sondern ich habe sie sozusagen "aus zweiter Hand". Was ja doch ein handfester Beweis dafür ist, dass es anerkannte Wahrheiten sind.😁 Es sind doch schließlich Wahrheiten, wenn man über jemanden sagt, dass er zu dick, zu dünn, zu dumm, zu naiv, einfach unmöglich, arrogant, überheblich, engstirnig, unreif, egoistisch, unbeständig, unehrlich ist, dass er zu viel trinkt, isst oder raucht, zu viel oder zu wenig redet,  zu laut, zu leise oder einfach nur unsympathisch ist. Es sind doch Wahrheiten, wenn wir sagen, dass alle Politiker korrupt sind, die heutigen Kinder alle respektlos, dass der Bettler vor dem Supermarkt das Geld, das wir ihm nicht geben, sowieso nur versaufen würde (wenn wir es ihm denn gäben) und dass die Menschheit im gesamten immer herzloser wird. Das sind doch WAHRHEITEN, oder? Das sind doch niemals URTEILE.

Manchmal denke ich meine Wahrheiten auch nur schweigend (ist jedoch eher die Ausnahme!😏).
Wenn ich nun grade mein E-Bike von der Fahrradfähre schiebe, und ein alter Mann sagt hinter mir: "E-Bike-Fahrer sind ja gar keine richtigen Radfahrer!", dann sage ich zwar nichts, aber ich weiß sofort die Wahrheit über den Geisteszustand dieses armen alten Knackers.

Wenn da - wie es vor einigen Jahren geschehen ist - eine wildfremde Frau auf einem Seminar völlig grundlos und aus heiterem Himmel zu meiner Tochter sagt, sie müsse an ihrer "Ausstrahlung" arbeiten, dann erkenne ich innerlich blitzschnell die Wahrheit über den Charakter, die Intelligenz, Kommunikationsfähigkeit, Empathie, und womöglich noch über den Grad der Erleuchtung dieser unmöglichen Person. Und mit etwas Glück finde ich auch eine Gelegenheit, ihr ein paar von meinen "Wahrheiten" um die Ohren zu klatschen. Und glaube sogar noch, im Recht zu sein (weil sie es ja schließlich - wie ich das sehr gut beurteilen kann - nicht anders verdient hat 😏).

Tja, so ist das wohl mit den Wahrheiten und den Urteilen. So mancher, der sich rühmt, seinen Mitmenschen immer die ungeschönte Wahrheit ins Gesicht zu sagen, würde sich nur ungern eingestehen, dass seine Wahrheiten nichts weiter sind als seine eigenen Bewertungen, seine Meinungen, seine Urteile.
Ich denke, man muss sich selbst schon sehr genau beobachten, um die vielen Urteile und Bewertungen überhaupt zu bemerken, die man so den lieben langen Tag ungefiltert durch die Gegend pulvert.

Wir sind deswegen nicht zwangsläufig frustrierte, aggressive, hobbylose, neidzerfressene, ihr Leben verabscheuende und das Leben anderer vergiftende, gereizte, einfach denkende, verbesserungsresistente Zeitgenossen. Aber ein wenig unachtsam gehen wir schon manchmal um mit unseren Meinungen und Bewertungen, unseren Gedanken und unseren Worten.

Man könnte ja den Versuch wagen, die Welt einen einzigen Tag lang nicht durch den Filter seiner Urteile zu betrachten. Einen Tag lang offen zu sein für alles was ist, offen für alle Möglichkeiten, offen für die Erkenntnis, dass unsere Bewertungen und Urteile uns nicht zu einem besseren Menschen machen. Und  vielleicht könnte das ja sogar zur Gewohnheit werden. 😊

Folgendes Zitat aus dem Talmud möge uns dabei behilflich sein:

Wir sehen die Dinge nicht so wie sie sind, sondern so, wie wir sind! 

Das sollte uns doch etwas zu denken geben. 😏





Montag, 9. September 2019

Wieder mal ein paar Gedanken zur Dankbarkeit

In meinem letzten Post über Dankbarkeit habe ich geschrieben, dass Dankbarkeit nichts ist, was einer vom anderen erwarten könnte oder sollte. Geben in seiner reinsten Form sollte immer frei von jeglicher Erwartung sein, sonst ist es kein Geben sondern ein Tauschgeschäft, nach dem Motto "Ich hab ein Geschenk für dich, du hast sicher auch eins für mich!" Ich gebe dir etwas, und du gibst mir dafür das Gefühl, dass mein Geschenk einen Nutzen für dich hat. Du gibst mir ein Lächeln, ein "Danke", deine Freude... oder was auch immer.


Jedoch wie weit schaffen wir es, 
uns von diesen Erwartungen zu befreien? 


Wir wünschen uns doch immer eine positive Reaktion auf unsere Zuwendungen. Haben wir doch selbst in unserer Kindheit geradezu eingedrillt bekommen, uns zu bedanken, dem Geber eines Geschenkes unsere Freude zu zeigen.
Ich habe es bereits erlebt, dass ein Beschenkter ein Geschenk einfach zur Seite gestellt hat, ohne es zu öffnen. Das löst Enttäuschung, Ärger, Verletztheit aus. Wir haben zwar die löbliche Absicht, zu geben, ohne etwas dafür zu erwarten, aber dafür müsste der Beschenkte dann schon von allein imstande sein, sich zumindest den Anschein von Dankbarkeit zu geben, oder? 😏 Irgendeine bescheidene Reaktion auf unsere Güte und Großherzigkeit werden wir doch wohl erwarten dürfen!
Wo jedoch ist da die Bedingungslosigkeit des Gebens bzw. Schenkens geblieben? Wo die Erwartungsfreiheit?


Bedingungslos geben heißt nichts erwarten 


Bloß ein einfaches "Danke" zu erwarten zeigt uns bereits, dass wir irgendwo einen Mangel in uns selbst spüren. Einen Mangel an Zuwendung, Anerkennung, Liebe, Wertschätzung. Das wirft zwangsläufig die Frage auf: Welche Motivation steht hinter dem Schenken? Geben wir, weil wir etwas brauchen?

Neale Donald Walsh schreibt in einem seiner Bücher (leider weiß ich nicht mehr, in welchem): 

 "Erwartung ist jedoch eine der größten Ursachen für das Unglücklichsein der Menschheit"

Das macht Sinn, wenn wir uns ehrlich eingestehen, dass unsere Gefühle und Stimmungen viel zu oft davon abhängig sind, ob unsere Mitmenschen sich so verhalten, wir wir es erwarten. Ob sie unsere Sucht nach Anerkennung, nach Applaus befriedigen. Ob sie unser Tun, Sein und Geben auch entsprechend würdigen. 

Marie von Ebner-Eschenbach fasst es kurz und bündig in einen Satz:


"Wir sind für nichts so dankbar wie für Dankbarkeit"

Dennoch: Die Dankbarkeit zu brauchen, unser Emotionen davon abhängig zu machen, danach süchtig zu sein... das macht uns zu Bettlern.

Danke übrigens, dass du diesen Beitrag bis zum Ende gelesen hast. 😁😁😁





Mittwoch, 28. August 2019

Wie gewöhnliche Menschen das ungewöhnliche erreichen

"Hier ein paar Zitate aus dem Buch "Werde übernatürlich" von Dr. Joe Dispenza.: 
  • Die Türen der Dimensionen öffnen sich mir, sodass ich Mystisches erleben kann. 
  • Mein Körper heilt jeden Tag mehr. 
  • Mein Wort ist Gesetz. 
  • Ich fühle mich täglich zutiefst geliebt. 
  • Mir fließen Fülle und Wohlstand zu. 
  • Alle meine Bedürfnisse werden immer befriedigt. 
  • Mein Körper wird mit jedem Tag jünger. 
  • In meinem Leben tritt täglich das Göttliche zutage. 
  • Mein Lebensgefährte (meine Lebensgefährtin) ist mein gleichberechtigter Partner und geht mir mit gutem Beispiel voran. 
  • In meinem Leben ereignen sich ständig Synchronizitäten. 
  • Meine Ganzheit wächst mit jedem Tag. 
  • Mein Immunsystem wird Tag für Tag stärker. 
  • Ich gehe in meinem Leben mit Mut voran. 
  • Ich bin ein grenzenloses Genie. 
  • Ich bin mir jederzeit der Macht in mir und überall um mich herum bewusst. 
  • Ich glaube an mich selbst. 
  • Ich nehme das Unbekannte an. 
  • Wenn ich Spirit anrufe, bekomme ich von ihm eine Antwort." 



Mittwoch, 21. August 2019

Heya


Kristina ist eine fantastische Sängerin. Ich hatte das Vergnügen, mich im Mai dieses Jahres bei der "Nacht der spirituellen Lieder" in Wien von ihrer Stimme verzaubern zu lassen.

Sei gesegnet...

Mögen Frieden und Freude dein Haus erleuchten.
Möge dein Geist klar sein.
Mögen deine Erfahrungen dir Weisheit und Verstehen schenken.
Möge dein Herz voll Mitgefühl sein.


Eu-Gefühl

Als Eu-Gefühl bezeichnet Frank Kinslow das Gefühl das entsteht, wenn wir uns von allen Gedanken und Gefühlen lösen und uns der Gegenwart gewahr werden. Wenn statt unserer üblichen Gefühle, mögen sie positiv oder negativ sein, tiefer Frieden, absolutes Vertrauen eintritt.


Quantum Entrainment® ist eine von Dr. Frank Kinslow entwickelte Methode, um in sehr kurzer Zeit das reine Gewahrsein oder die völlige Gegenwärtigkeit – unser Selbst – zu entdecken. Von dieser veränderten Wahrnehmung aus können die Herausforderungen des Alltags gänzlich neu erlebt werden: Sind wir vollkommen präsent, erfahren wir unser „Selbst“ bzw. das, was Frank Kinslow das Eu-Gefühl nennt. Die griechische Vorsilbe eu bedeutet „gut“.


Zahlreiche Menschen haben die Erfahrung gemacht, dass diese neue Selbst-Wahrnehmung als Nebeneffekt Heilung mit sich bringen kann: Körper und Geist werden dadurch in tiefst mögliche Ruhe versetzt. Für Frank Kinslow ist Quantum Entrainment® eine Lebenseinstellung, die Kunst des Nicht-Tuns: „die techniklose Technik, der weglose Weg.“ Was es bedeutet, „nicht zu tun“, darüber spricht Frank Kinslow im Interview mit Caroline Schubert.

Frank, innerhalb des Quantum-Entrainment®-Prozesses spielt das reglose „Jetzt“ oder anders gesagt, das reine Gewahrsein, die zentrale Rolle, wie auch in vielen anderen Heiltechniken oder Systemen. Was ist das Neue an Quantum Entrainment?
Es ist absolut nichts Neues. Natürlich ist es sehr, sehr alt und ich denke, dass es sogar schon vor 50.000 Jahren von Menschen angewendet wurde. Wir hatten schon damals die Fähigkeit dazu, doch die Zeiten haben sich sehr verändert. Wir haben über die Jahrhunderte begonnen, uns zunehmend äußeren Dingen zuzuwenden und immer weniger nach innen zu schauen. Außerdem erleben zumindest in den letzten 100 Jahren viele Menschen eine große Entfremdung von ihrem ursprünglichen Lebensraum. Das hat zur Folge, dass wir nicht einmal mehr mit der Natur in Verbindung sind.
Die Idee vom Sein anstelle des Tuns ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Das zu realisieren ist mir gelungen, und dann habe ich bei der Entwicklung von Quantum Entrainment® wirklich all das weggelassen, was nicht absolut notwendig war.

Der Verstand möchte Dinge erschaffen. Er möchte sich mit der Form beschäftigen und erfreut sich an all seinen Schöpfungen – den Kreationen des Verstandes oder Egos. Um also wirklich „nicht zu tun“, ist es wichtig, bei Quantum Entrainment® quasi Teil-Aspekte von uns „wegzunehmen“. Oder besser gesagt: Wir müssen die Tendenz des Verstandes, Dinge zu konstruieren oder etwas hinzuzufügen, aufheben – also sozusagen subtrahieren. Wenn Quantum Entrainment® ein mathematischer Vorgang wäre, wäre es die Subtraktion.


Die Kampfhähne

Chi Hsing-tzu war vom Kaiser beauftragt worden, für ihn Kampfhähne abzurichten.
Nach zehn Tagen fragte der Kaiser, ob die Hähne soweit seien. "Noch nicht, Herr", sagte Chi Hsing-tzu. "Sie sind zu arrogant und verlassen sich blindlings auf ihre Stärke."
Nach weiteren zehn Tagen fragte der Kaiser erneut nach den Hähnen. Chi Hsing-tzu erwiderte: "Noch nicht. Sie reagieren noch auf Geräusche und Bewegungen."
Zehn Tage später fragte der Kaiser wieder nach den Kampfhähnen. "Noch nicht." sagte Chi Hsing-tzu. "Sie blicken noch wild um sich und sprühen vor Feuer."
Und abermals vergingen zehn Tage. Als diesmal der Kaiser nach den Hähnen fragte, antwortete Chi Hsing-tzu: "Jetzt sind sie soweit. Ein anderer Hahn mag vor ihnen krähen, und ihr Äußeres verändert sich um keinen Deut. Aus einiger Entfernung betrachtet, wirken sie wie aus Holz. Ihre innere Kraft ist vollkommen. Andere Hähne werden nicht wagen, gegen sie anzutreten, sondern werden kehrtmachen und davonlaufen."

aus Chuang-tzu: Innere Lehren; Tao 




Buddha

"An Ärger festzuhalten ist wie Gift zu trinken und erwarten, dass der Andere dadurch stirbt."

Buddha