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Dienstag, 1. Juli 2025

Wir und unsere Möglichkeiten

Unser Gehirn ist ein wahres Wunderwerk. Es kann bis zu 11 Millionen Sinneseindrücke gleichzeitig aufnehmen – doch nur ein winziger Bruchteil davon dringt tatsächlich in unser Bewusstsein.

Das liegt daran, dass wir über einen inneren Filter verfügen, der laufend vorsortiert. Am leichtesten erkennen wir das, was wir bereits kennen – denn Vertrautes kann unser Bewusstsein rasch einordnen.

Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Geschichte von Kolumbus: Man erzählt, dass die Ureinwohner seine Schiffe zunächst nicht sehen konnten, weil sie außerhalb ihrer Erfahrung lagen. Nur ein einziger – ein Schamane – konnte sie erkennen, da sein Geist geschult war, über das Bekannte hinauszublicken.

Diese Filter sind notwendig. Ohne sie wären wir der Fülle an Reizen nicht gewachsen. Doch sie schränken auch unsere Wahrnehmung von Möglichkeiten erheblich ein.

Wir sind umgeben von einem riesigen Feld an Optionen – doch wir greifen meist nur auf die altvertrauten zurück.
Die Quantenphysik spricht vom Beobachtereffekt: Erst durch unsere Aufmerksamkeit wird aus einer Möglichkeitswelle eine Realität. Doch um wählen zu können, müssen wir die Welle überhaupt erst wahrnehmen.

Im Alltag sortieren wir jedoch oft blitzschnell in möglich und nicht möglich.
Zum Beispiel:
Wir wünschen uns ein Haus. Doch uns fehlt das nötige Geld.
Schon wird der Wunsch vorschnell in die Schublade „nicht möglich“ gelegt. Selbst wenn wir ihn nicht aufgeben, beschränken wir unsere Ideen zur Umsetzung meist auf wenige Wege:

  • Kredit – möglich
  • Erbschaft – vielleicht
  • Lottogewinn – unwahrscheinlich
  • Zwei Nebenjobs – anstrengend, aber möglich
  • Banküberfall – eher nicht

Und schon hat unser Verstand vier Optionen gefunden. Vier.
Aber was ist mit der unermesslichen Fülle an Möglichkeiten, die wir dabei übersehen?

Wenn wir dem Leben mehr Spielraum lassen würden – wenn wir bereit wären, auch das Unbekannte einzuladen – könnten wir staunen, welche Türen sich öffnen.
Die Grenzen der Möglichkeiten sind oft nur die Grenzen unseres Denkens.

Wenn wir das Universum um Unterstützung bitten, sollten wir ihm nicht vorschreiben, wie es helfen soll. Wir dürfen ihm vertrauen, dass es mehr als vier Varianten kennt – und vielleicht eine in der Schublade hat, die wir uns nie hätten ausdenken können.

Es liegt an uns, diese Tür zu öffnen.
Es liegt an uns, dem Leben zuzutrauen, dass es Wege kennt, die jenseits unserer Vorstellungskraft liegen.
Und es liegt an uns, diese Wege willkommen zu heißen.

Denn nur so öffnen wir uns für die Fülle –
und für Wunder, die längst darauf warten, von uns entdeckt zu werden.

 


Mittwoch, 17. April 2013

In der Fülle leben ist keine Hexerei

Vielleicht ist es nicht die Welt, die sich ändern muss.

Vielleicht reicht es, wenn wir beginnen, unsere Geschichte neu zu erzählen.

Oft halten wir an Überzeugungen fest, die wir für unumstößliche Wahrheiten halten – weil sie unserer bisherigen Erfahrung entsprechen. Doch gerade dadurch erschaffen wir immer wieder dieselbe Realität.
Wenn wir aber beginnen, unsere Gedanken zu verändern, beginnt sich auch unser Leben zu wandeln.

Eine wunderbare Übung dazu stammt aus dem Buch „The Law of Attraction – Geld“ von Esther und Jerry Hicks. Darin spricht Abraham über den Zugang zur Fülle unseres Lebens:

„Wenn wir dir aus unserer Sicht die Natur der Fülle deines Universums erklären und die potenzielle Fülle, die dir immer zur Verfügung steht, ist uns klar:
Unser Wissen wird nicht automatisch zu deinem – nur weil du unsere Worte liest.
Selbst wenn du versuchst, zu vertrauen oder zu verstehen, wirst du es nicht einfach übernehmen können.
Denn wahres Wissen entsteht durch eigene Erfahrung.

Deine Überzeugungen, gewachsen aus deinen bisherigen Erfahrungen, sind stark. Und wir verstehen, dass du sie nicht einfach über Bord werfen und durch neue ersetzen kannst – selbst wenn wir wissen, dass es viele kraftvolle, unterstützende Gedanken gäbe, die dir dienen könnten.

Aber es gibt etwas, womit du heute beginnen kannst – etwas, das dein Leben verändern wird, ohne dass du gleich alles glauben musst:

Erzähl eine neue Geschichte.
Eine, die sich besser anfühlt.

Schreib sie nicht wie einen nüchternen Tatsachenbericht, der das Für und Wider deiner bisherigen Realität abwägt.
Sondern erzähle die erhebende, fantasievolle, märchenhafte Geschichte vom Wunder deines eigenen Lebens – und sieh zu, was geschieht.

Es wird sich anfühlen wie Magie.
Aber es ist keine Hexerei.
Es ist das Gesetz des Universums – und deine bewusste Entscheidung, dich mit ihm in Einklang zu bringen.“

Und vielleicht wirst auch du irgendwann sagen können:
Ich habe meine Geschichte neu erzählt – und mein Leben hat zu leuchten begonnen.