Mittwoch, 28. Oktober 2020

Die Geschichte von den zehn Lahmen

Zehn Lahme liegen auf ihren Bahren vor dem Tempel und der große Meister kommt.

So sagt er zum ersten Lahmen: „Stehe auf, nimm deine Bahre und gehe heim, du bist geheilt.“

Der steht auf, nimmt seine Bahre, und geht heim.

So macht der Meister das mit jedem einzelnen, und die stehen der Reihe nach auf und gehen heim.

Er kommt zum letzten, der jedoch bleibt liegen.

"Meister", sagt er, "ganz schwieriger Fall bei mir. Schon beim Spezialisten gewesen. Nichts zu machen."

Doch der Meister ist milde. Er versucht es nochmal. Doch der Lahme ist nicht zu bewegen.

„Meister, du verstehst mich nicht. Attest vom führenden Spezialisten, Röntgenbilder, Computer-Tomographie...!"

Der Meister gibt auf und geht weiter seines Weges.

Am Abend wird der Lahme nach Hause getragen, wo er die Geschichte seiner Frau erzählt:

„Stell dir vor Liebes... alle neun vor mir sind auf den reingefallen. Nur ich nicht nicht!"

💥

Hmm... vielleicht sollten wir ja doch einmal unser Überzeugungen und Glaubenssätze überdenken... 😏



Montag, 5. Oktober 2020

Herz-Meditation

💗

Schließe deine Augen…

und atme tief ein…

und aus…

und nochmal…

ein…

und aus.

Wende deine Aufmerksamkeit deinem Atem zu…

und beobachte…

wie du dich mit jedem Atemzug mehr…

und mehr entspannst.

Komm ganz in dir selber an.

Zieh deine Aufmerksamkeit von der äußeren Welt ab…

sei völlig bei dir selbst.

Spüre deinen Körper…

deinen Atem…

der gleichmäßig ein- und ausströmt.

Alle Gedanken, die dich noch beschäftigen...

magst du einfach ausatmen.

Atme dich frei…

und leer.

💗 

Lege nun eine Hand auf dein Herz…

und wende dich mit deiner Achtsamkeit deinem Herzen zu…

spüre den Rhythmus deines Herzschlags…

und sei dir der Lebenskraft gewahr…

die von deinem Herzen ausgeht.

Fühle die Energie deines Herzens…

und lasse dich fallen…

in die unerschöpfliche Quelle…

von Liebe...

Mitgefühl...

und tiefem Frieden.


💗

Achte nun auf deinen Atem.

Beobachte…

wie er langsamer…

und langsamer wird.

Sei dir jedes Atemzugs vollkommen bewusst.

Genieße das langsame…

bedächtige Einatmen…

und das entspannende…

und beruhigende Loslassen…

beim Ausatmen.

 

Und je langsamer dein Atem wird…

desto tiefer spürst du deine Entspannung…

und deinen inneren Frieden.

Mit jedem deiner langsamen…

bewussten Atemzüge…

atmest du das unumstößliche Wissen ein…

dass dir nichts widerfahren kann…

dem du nicht auf irgendeiner Ebene deines Seins...

deine Zustimmung gegeben hast.

Du bist in Sicherheit…

und Freiheit.

 

Lass den Atem nun durch dein Herz fließen.

Atme langsam…

ganz langsam…

durch dein Herz ein…

und ebenso langsam…

durch dein Herz wieder aus.


Vielleicht magst du dir dein Herz als eine Quelle vorstellen…

die unerschöpflich reines, klares Licht ausströmt…

und sei dir der Liebe…

der Wärme…

und des Mitgefühls gewahr…

die in diesem Licht…

wellenartig aus deinem Herzen fluten.

💗 

Erlaube dir nun…

Dankbarkeit zu empfinden.

Tiefe, reine Dankbarkeit.

Dankbarkeit für dein wundervolles Leben…

das du nach deinen Vorstellungen gestalten darfst.

Dankbarkeit für den Segen…

der in jedem Augenblick deines Lebens…

auf dich herab …

und durch dich hindurch strömt…

und der dir so vertraut ist…

dass du dir seiner nicht mehr bewusst bist…

ihn nicht mehr beachtest.

Dankbarkeit für alle Erfahrungen…

die auf deinem Weg auf dich warten…

und für alle…

die du bereits machen durftest…

egal, wie du sie zum Zeitpunkt …

zu dem sie erfolgten…

beurteilt hast…

und ob sie dir…

gut oder schlecht erschienen.

Empfinde tiefe Dankbarkeit…

für alle Menschen…

die deine Wirklichkeit bevölkern…

egal ob sie dir als Freunde oder Feinde erscheinen.

Sei zutiefst dankbar…

für dein einzigartiges…

wundervolles Selbst,

und sei dankbar für jeden Augenblick…

in dem es dir gelingt…

die bestmögliche Version deiner Selbst zum Ausdruck zu bringen.

 

Lass niemals endende Dankbarkeit aus deinem Herzen strömen…

Dankbarkeit…

für alles was ist…

und die Freude in deinem Leben…

wird niemals ein Ende finden.

 

Möge der Brunnen deiner Dankbarkeit nie versiegen

Und möge dein Herz immerzu mit Freude erfüllt sein.

 💗

Komm mit deiner Aufmerksamkeit und wieder zurück…

zu deinem Körper…

finde wieder zu Klarheit…

und Wachheit zurück.

Bewege dich…

dehne dich…

strecke dich…

mach einen tiefen Atemzug…

und öffne ganz in deinem Tempo…

wieder deine Augen.


  💗

Sonntag, 4. Oktober 2020

Die Geschichte vom Seuchengott

Es gibt da eine Geschichte, die mich sehr zum Nachdenken anregt.

Einst saß ein alter, weiser Mann unter einem Baum, als der Seuchengott des Weges kam. Der Weise fragte ihn: “Wohin gehst du?” Und der Seuchengott antwortete ihm: “Ich gehe in die Stadt und werde dort hundert Menschen töten.”
Auf seiner Rückreise kam der Seuchengott wieder bei dem Weisen vorbei. Der Weise sprach zu ihm: “Du sagtest mir, dass Du hundert Menschen töten wolltest. Reisende aber haben mir berichtet, es wären zehntausend gestorben.”
 Der Seuchengott aber sprach: “Ich tötete nur hundert. Die anderen starben an ihrer Angst.”

 


Samstag, 21. März 2020

Corona - Bedrohung oder Chance?

Corona ist wohl das am meisten strapazierte Wort der letzten Wochen. Jeder Blick in die Zeitung, jedes Hören oder Sehen von Nachrichten, jeder Kontakt mit irgendeiner Form von Social Media konfrontiert uns damit. Jeder Blick auf die leeren Straßen, die geschlossenen Geschäfte und die im Übermaß vorhandenen Parkplätze, sowie jeder Blick auf die Menschen, die sich mit Gesichtsmasken in den noch geöffneten Supermärkten herumdrücken, um sich kampferprobt die größtmögliche Menge an Toilettenpapier zu sichern, oder diejenigen, die einfach durch Nichtvorhandensein auffallen, erinnert uns daran, dass etwas ganz massiv nicht stimmt.

Da stehen wir nun alle miteinander vor einer Situation, die uns verunsichert, weil uns die Kontrolle darüber zu entgleiten scheint.
Und es zeigt uns deutlicher als jegliche "Normalsituation" es je könnte: wir sitzen alle im selben Boot. In einem Boot, das schon seit langem bedenklich schaukelt, und das jetzt noch einmal einen massiven Schubs erhalten hat.

Wir alle - das sind 

  • die totalen "Panik-Typen", die genau wissen: JETZT KANN UNS NUR MEHR TOILETTENPAPIER RETTEN
  • die Coolen und Lässigen, die wiederum wissen: das alles ist nur Fake, wir werden wieder einmal für dumm verkauft
  • die Verschwörungstheoretiker, die überzeugt sind, dass wir gezielt ausgerottet werden sollen
  • die Esoteriker, die einen wirtschaftlichen Zusammenbruch längst vorausgesehen - ja geradezu herbeigesehnt haben
  • und last not least die Betroffenen, die zumindest die Fake-Theorie nicht vollinhaltlich unterstützen können.


Und dann sind da noch die unzählig vielen Menschen, die in dieser für uns alle schwierigen Situation - ohne Panik, ohne Verharmlosen, einfach mit einer gesunden Vorsicht - tun, was zu tun ist.

Unser Bewusstsein - das sind unsere Gedanken, unsere Erwartungen, unsere Überzeugungen - erschafft Realität. Da stellt sich schon mal die Frage: mit welchem Bewusstsein haben wir uns in diese Lage gebracht? Welches Bewusstsein hat diesen Virus erschaffen? Das wäre insofern interessant zu wissen, weil wir etwas nicht mit demselben Bewusstsein lösen können, mit dem wir es erschaffen haben.

Dieses Virus reißt uns ohne Rücksicht auf Verluste aus unserer - wie wir glauben - wohlverdienten Komfortzone. Es zwingt uns, unsere Art zu leben zu überdenken, unsere Art und Weise, miteinander und mit der Umwelt umzugehen. Und es zeigt uns, was wirklich wichtig ist und was nicht. 

Nützen wir doch die Zeit, die wir jetzt haben. Krisen bieten immer auch eine Chance zum Wandel, zur Reife, zur Entwicklung. Wir haben diese Chance jetzt. Seien wir dankbar dafür.