Du musst nicht gelenkig sein. Nicht besonders fit. Und du musst auch keine Erfahrung mitbringen.
Du brauchst nur ein wenig Freude an der Bewegung und am Innehalten. Die Bereitschaft, deinen Körper wahrzunehmen. Und den Wunsch, dir selbst etwas Gutes zu tun.
Ob Yoga, Qigong oder Tai-Chi – für mich geht es längst nicht mehr darum, eine bestimmte Form möglichst vollkommen auszuführen.
Es geht um Bewegung und Stille.
Um Wahrnehmung.
Um das Ankommen bei sich selbst.
Sei herzlich willkommen.
Wo findest du uns?
Wenn du Interesse hast, an einem Kurs teilzunehmen, oder dich nur informieren möchtest, dann schreib mir über das Kontaktformular oder an meine E-Mail-Adresse e.monschein@gmail.com12 Kursabende vom 12. Jänner bis 30. März 2026jeweils von 18:30 bis 20:30 Uhrim Vereinshaus neben der Musikschule in Bruck an der MurIn Ausnahmefällen können einzelne Abende gebucht werden.
Wie es begann:
Als ich begann, mich mit Yoga zu beschäftigen, war ich 38 Jahre alt. Meine
Mutter war gerade gestorben. Die Zeit, die ihrem Tod vorausgegangen war, war
intensiv, fordernd – und für meine Schwester und mich auch emotional sehr
belastend. Nachdem sie gegangen war, verspürten wir beide das dringende
Bedürfnis, aus dem Haus zu kommen. Raus aus der Schwere, dem Schmerz, der
ständigen Gegenwart des Todes. Wir mussten etwas tun, das uns wieder ins Leben
holte – am besten sofort.
So kamen wir auf die Idee, gemeinsam einen Kurs zu besuchen.
Meine Schwester – voller Hoffnung auf bislang unentdecktes handwerkliches
Geschick – schlug einen Makramee-Kurs vor. Damit konnte ich allerdings nichts
anfangen. Ich selbst hatte die romantische Vorstellung, Panflöte zu lernen.
Doch das fand wenig Anklang bei meiner Schwester. Also entschieden wir uns für
einen Yogakurs. Damit konnten wir wenigstens beide nichts anfangen – und genau
das war unsere gemeinsame Basis.
Was folgte, veränderte mein Leben auf eine Weise, die ich nicht geahnt
hatte.
Meine Vorstellung von Yoga war naiv. Ich wusste zwar, dass Yoga mehr ist als
Sitzen im Lotussitz und entspanntes Atmen – ich wusste auch, dass es
körperliche Übungen umfasst. Aber ich war überzeugt, diesen Anforderungen
spielend gewachsen zu sein. Immerhin war ich früher sportlich gewesen und hatte
nie Zweifel an meiner Beweglichkeit gehegt – auch wenn ich sie in den letzten
fünfzehn Jahren nie überprüft hatte. Und ehrlich gesagt: Ich hielt Yoga eher
für etwas, das man älteren Damen verschreibt – eine Art Wellness-Turnen im
sanften Dämmerlicht.
Im Geiste sah ich mich schon als strahlende Königin einer Runde steifer
Pensionistinnen glänzen.
Die Stunde der Wahrheit kam schneller, als mir lieb war.
Zwar war die Gruppe bunt gemischt und keineswegs nur aus jungen oder
durchtrainierten Teilnehmern zusammengesetzt. Doch ich war – zu meiner eigenen
Überraschung – nicht die strahlende Ausnahme. Im Gegenteil: Ich war steif. Sehr
steif. Meine Beine weigerten sich standhaft, sich zu beugen. Ich konnte nicht
einmal mit gestreckten Beinen meine Zehen berühren. Mein Körper – jahrelang im
Wartestand – hatte sich offenbar an einen Zustand der Bewegungsverweigerung
gewöhnt und war nicht bereit, ihn kampflos aufzugeben.
So stand ich da. Illusionen geplatzt. Erkenntnis gewonnen.
Aber etwas in mir war geweckt worden. Eine Entschlossenheit. Ein Wunsch nach
Veränderung. Ich begann, mit Hingabe zu üben – und stellte fest, dass nicht nur
mein Körper sich nach und nach öffnete. Auch mein Inneres begann sich zu
wandeln. Ich lernte, mich selbst wieder wahrzunehmen. Meinen Körper zu spüren.
Meine Gefühle zu fühlen. Ich lernte, mich zu entspannen. Und je beweglicher
mein Körper wurde, desto mehr kehrte auch Freude in mein Leben zurück. Freude
an der Bewegung. Freude an mir selbst. Freude am Dasein.
Zwei Jahre später begann ich die Ausbildung zur Yogalehrerin.
Das war der Anfang eines langen, manchmal leichten, manchmal schmerzhaften –
immer aber heilsamen – Weges des bewussten Lernens und inneren Wachstums.
Und der Weg ging weiter.
Viele Jahre war Yoga ein wesentlicher Teil meines Lebens. Ich habe gelernt, praktiziert und unterrichtet – und vieles von dem, was Yoga mir geschenkt hat, begleitet mich bis heute.
Doch Wege verändern sich. In den vergangenen Jahren haben Qigong und Tai-Chi immer mehr Raum in meinem Leben bekommen. Nicht, weil Yoga für mich an Wert verloren hätte. Ich hatte vielmehr das Gefühl, weiterzugehen.
Heute sind es vor allem die fließenden Bewegungen des Qigong und Tai-Chi, in denen ich mich wiederfinde. Auch hier geht es für mich nicht darum, etwas besonders gut zu können. Es geht um Wahrnehmung, um Bewegung und Stille, um das Bei-sich-Ankommen.
Yoga war ein wichtiger Teil meines Weges. Qigong und Tai-Chi sind es heute.
Und vermutlich ist auch das nicht das Ende des Weges.

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