Di soll's geb'n, solang's die Welt gibt,
Samstag, 4. April 2015
Für immer jung....
Di soll's geb'n, solang's die Welt gibt,
Donnerstag, 19. Februar 2015
Der Bär, der Tiger und der Jäger
Hoch oben in diese Krone hatte sich auch ein Bär zurückgezogen, um dort zu meditieren. Der Tiger rief ihm zu: "He, Gevatter Bär. Sieh nur unseren gemeinsamen Feind. Hunderte unschuldiger Tiere hat er getötet. Die Köpfe und Felle unserer Verwandten schmücken sein Haus, und er brüstet sich als Krone der Schöpfung. Los, wirf ihn herab. Ich bin hungrig und will ihm seinen verdienten Lohn geben."
Darauf sprach der Bär: "Lieber Tiger, dieser Jäger hat in meinem Haus Zuflucht gesucht. Einen Hilfesuchenden auszuliefern ist ein Unrecht. Ja, auch wenn dieser Mann aus Gier und Habsucht handelte, so ziemt es sich doch nicht für ein Wesen von höherer Intelligenz, einen Schwachen und Bedrängten dem Tode zu weihen."
Da sprach der Tiger zu dem Jäger: "He, Jäger, wie du hörst, wird der Bär dir nichts tun. Los, wirf ihn herab. Ich bin hungrig, und nachdem ich ihn gefressen haben werde, kannst du getrost weiterziehen. Das verspreche ich bei meiner Königsehre."
Da gab der Jäger dem Bären einen kräftigen Tritt, damit dieser aus dem Baume fiele. Der Bär jedoch konnte noch rasch einen anderen Ast ergreifen und sich retten.
Darauf hob der Tiger wieder an: "He, Bär, da siehst du die abscheuliche Gesinnung des Menschen. Er betrachtet uns Tiere als niedrige Wesen und ist sich nur selbst der Nächste. Er verleumdet unsere große Mutter und seine eigene Herkunft, Er ist der Feind aller Lebewesen. Jetzt, da er dich töten wollte, kannst du ihn mir getrost übergeben."
Darauf sprach der Bär: "Noch nie habe ich gehört, dass Rache einem Wesen nützlich wäre. Vielmehr tötete dieses Gift auch immer seinen Wirt. Unrecht mit Unrecht zu vergelten ist eine große Sünde, und ein Wesen mit höherer Intelligenz lädt niemals eine solche Sünde auf sich. Ich will und werde meine Werte, nach der Wahrheit zu streben, nicht aufgeben. Selbst wenn jemand gemein und hinterlistig handelte, so ziemt es sich für kein Wesen, sich zu erniedrigen. Nur der Schwache gibt leichtfertig seine Werte auf."
Donnerstag, 12. Februar 2015
Eine buddhistische Weisheit...
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst,
bist du noch weit ab vom Weg der Weisheit!
Mittwoch, 31. Dezember 2014
Ein bisschen mehr Frieden...
Montag, 27. Oktober 2014
Desiderata
Freitag, 24. Oktober 2014
Wieder einmal etwas zum Thema Vergebung...
Vergebung bedeutet, jeglichen Anspruch auf Rache für immer aufzugeben.
So definiert es Ron Smothermon, ein amerikanischer Autor und Seminarleiter, in seinem Buch „Drehbuch für Meisterschaft im Leben“.
Eine klare Aussage. Und eine kraftvolle.
Doch was bedeutet es wirklich, den Anspruch auf Rache für immer aufzugeben?
Es bedeutet, zu akzeptieren,
dass wir keinen Anspruch auf ein bestimmtes Verhalten anderer Menschen haben.
Es bedeutet, dass es keine Rolle spielt, ob die Person, der wir vergeben wollen,
ihr „Vergehen“ bereut – oder ob sie es wiederholt.
Vielleicht sogar mehrmals.
Denn wenn wir vergeben haben,
dann haben wir vergeben.
Wir müssen es nicht wiederholen.
Wenn wir dennoch das Bedürfnis verspüren,
„noch einmal zu vergeben“,
haben wir es vielleicht noch nie wirklich getan.
Vergebung bedeutet auch, sie an keine Bedingungen zu knüpfen.
Alle selbstgerechten „wenn-dann“-Spielchen
(WENN du das nie wieder tust, DANN vergebe ich dir)
klingen vielleicht freundlich –
aber Vergebung sind sie nicht.
Wenn wir vergeben,
befreien wir nicht den anderen.
Wir befreien uns selbst.
Von Groll. Von Schuldzuweisungen. Von Wut.
Von dem Wunsch, dass jemand für unsere Verletzung „bezahlen“ soll.
Wir nehmen uns selbst aus dem Spiel des Urteilens heraus –
und lassen den anderen in seiner Verantwortung.
Hier, jenseits von „gut“ und „böse“,
jenseits von „richtig“ und „falsch“,
übernehmen wir die volle Verantwortung
für unser Fühlen.
Und lassen den anderen ganz in seinem.
„Vor Sonnenuntergang übe Vergebung“,
sagt eine alte hawaiianische Weisheit.
Nicht, weil wir es müssen.
Nicht, weil jemand es von uns erwartet.
Sondern weil es unsere Wahl ist.
Wir können wählen.
Ob wir die alten Geschichten weitertragen,
oder ob wir sie still auf einen Stein legen
und weitergehen –
leichter, freier, ohne Schuldige.
Ob wir unser Herz
immer wieder in das zurückziehen,
was war –
oder ob wir es atmen lassen
im Licht des Jetzt.
Vergebung heißt nicht:
„Es war in Ordnung.“
Vergebung heißt:
„Ich lasse los, dass du für mein Leiden zuständig bist.“
Ich entlasse dich
aus der Geschichte, die ich über dich geschrieben habe.
Und ich entlasse mich selbst
aus der Rolle der Gekränkten.
Das ist keine Gnade.
Das ist kein Verdienst.
Es ist: Freiheit.
Und sie beginnt genau dort,
wo wir nicht mehr Recht haben wollen –
sondern heil sein möchten.
Vergebung ist nicht etwas, das wir tun.
Es ist etwas, das in uns still geschieht,
wenn wir uns erinnern,
wer wir in Wahrheit sind.
Montag, 13. Oktober 2014
Glück...
Donnerstag, 17. Juli 2014
Mittwoch, 18. Juni 2014
What a wonderful world...
Samstag, 14. Juni 2014
Mit wem gehst du eigentlich durch dein Leben?
Kürzlich stieß ich auf eine interessante Aussage:
Unser Leben ist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen.
Diese Erkenntnis stammt von Jim Rohn, einem der bekanntesten Motivationstrainer Amerikas.
Ein Gedanke, der nachhallt.
Denn plötzlich beginnt man, sich selbst in einem Spiegel zu betrachten,
der nicht nur das eigene Gesicht zeigt,
sondern auch fünf andere.
Wir denken ähnlich wie sie.
Wir haben eine vergleichbare Einstellung zu Arbeit, Familie und Geld.
Wir verdienen in etwa gleich viel.
Sind ähnlich gesund – oder eben nicht.
Und wir sind oft auf erstaunlich ähnliche Weise zufrieden oder unzufrieden mit unserem Leben.
Das gibt zu denken.
Passen wir uns an unser Umfeld an?
Oder wählen wir es unbewusst so, dass es zu uns passt?
„Gleich und Gleich gesellt sich gern“ mag oft zutreffen –
doch ich glaube, die eigentliche Kraft (oder eben auch die Gefahr) liegt in der stillen Anpassung.
Vera F. Birkenbihl erzählte in einem ihrer Vorträge von einem Kollegen,
der ständig die Fälle durcheinanderbrachte:
„Bring mich doch bitte auch einen Kaffee mit.“
Sie sagte: Man muss schon sehr achtsam sein,
um das nicht nach drei Wochen selbst zu sagen –
und sei es aus Versehen.
Diese erstaunliche Anpassungsfähigkeit begegnet uns überall:
Ich erinnere mich an ein Ferienlager,
in dem nach wenigen Tagen kaum noch zu unterscheiden war,
wer Betreuer war und wer Kind.
Die Kinder waren übrigens geistig behindert.
Und doch: Sprache, Verhalten, Tonfall –
alles begann sich anzugleichen.
Ein anderes Beispiel:
Ein trockener Alkoholiker passt plötzlich nicht mehr zu seinem früheren Umfeld –
weil er aus dem Durchschnitt herausgewachsen ist.
Oft steht er dann allein da.
Wir übernehmen Dialekte, Mimik, Gestik, Meinungen –
mit einer Selbstverständlichkeit, die uns gar nicht auffällt.
Und manchmal wachen wir auf und fragen uns:
War das eben wirklich ich?
Es lohnt sich also, einen liebevollen Blick auf unser Umfeld zu werfen:
Wer sind die fünf Menschen, mit denen ich die meiste Zeit verbringe?
Wie leben sie?
Wie denken sie?
Sind sie offen, tolerant, gebildet, liebevoll?
Wachsen sie – oder kreisen sie um sich selbst?
Und vor allem:
Möchte ich so werden wie sie?
Natürlich muss man im Freundeskreis nicht gleich ein Köpferollen veranstalten.
Aber ein wenig Achtsamkeit bei der Wahl unseres täglichen Einflusses
ist vielleicht gut investiert.
Und nicht zuletzt:
Wir können auch selbst anfangen, diesen Kreis zu verändern.
Nicht, indem wir andere zurechtbiegen –
sondern indem wir still vorangehen.
Denn so wie andere auf uns abfärben,
färben auch wir ab.
Freitag, 13. Juni 2014
Ich fühle mich schlecht, und du bist schuld...
Ich erinnere mich an meine Volksschulzeit. In meiner Klasse war ein Mädchen, das aus einer sozial schwachen Familie kam. Die Lehrer mochten sie nicht besonders – und wir Kinder übernahmen diese Haltung, ohne sie zu hinterfragen.
Sie wurde zum Sündenbock. Was immer in der Klasse schiefging – jemand hatte etwas verloren, etwas war kaputt, wir waren zu laut, es roch seltsam – sie war schuld.
Und die Lehrer akzeptierten das meist kommentarlos. Ich verstehe bis heute nicht, warum.
Damals fanden wir das alle praktisch. Wir mussten keine Verantwortung übernehmen. Niemand erklärte uns, was wir dadurch lernten: dass Schuldzuweisung ein legitimer Weg sei, sich selbst zu entlasten.
Auch in unseren Familien lief es oft nicht anders. Wenn Geschwister stritten, lautete die erste Frage:
„Und wer hat angefangen?“
Denn wer anfängt, ist schuld.
Heute heißen sie:
Politiker,
Impfgegner oder Impfbefürworter,
die ungezogenen Kinder.
der gefühllose Partner,
die Schwiegermutter,
die „Andersdenkenden“,
– je nach Lebenslage.
Manchmal genügt es schon, dass jemand eine andere
Meinung hat, die wir nicht verstehen (oder nicht verstehen wollen), damit
Ärger, Wut und Ablehnung aufsteigen.
Doch kein einziges dieser Gefühle entsteht durch den anderen.
Jedes dieser Gefühle ist unsere eigene Entscheidung.
Diese Erkenntnis dämmert oft leise – irgendwo im
Hinterkopf.
Aber sie ist da.
Was immer wir anderen anlasten – ob schlechte
politische Zustände oder das emotionale Chaos in uns – das Muster bleibt
gleich:
Du bist schuld daran, dass ich mich schlecht fühle.
Ich habe diesen Mechanismus bei mir selbst oft
entdeckt.
Manchmal tappe ich fast beiläufig hinein.
Ich urteile über Menschen, die selbst viel urteilen –
und mache dabei exakt dasselbe wie sie.
Ich fühle mich moralisch überlegen –
und verliere dabei meine Klarheit.
Ich erinnere mich an einen Satz aus „Sara und
die Eule“ von Esther und Jerry Hicks:
„Du kannst dich an die Kette des Schmerzes hängen – oder an die Kette der
Freude.“
Ich hänge mich manchmal unbemerkt an die falsche.
Und meist dann, wenn ich glaube, besonders recht zu haben.
Doch Intoleranz bleibt Intoleranz –
egal, aus welcher Richtung sie kommt.
Auch meine Meinung steht nicht über der Meinung
anderer.
Auch meine Wahrheit ist nur ein Aspekt von vielen.
Diese Erkenntnis hat heute in mir gearbeitet.
Und ich habe entschieden:
Ich kehre zurück zur Kette der Freude.
Nicht, weil ich es „sollte“.
Sondern weil es sich so viel leichter lebt.
Weil ich die Verantwortung für meine Gefühle nicht mehr abgeben will.
Und weil ich wieder spüren möchte,
dass Frieden nicht entsteht,
wenn die Welt sich ändert –
sondern wenn ich es tue.
ALOHA! 🌺
Sonntag, 11. Mai 2014
Danke
Ich danke für die Liebe, die in mir ist.
Nicht für die Liebe, die kommt und geht,
sondern für das innere Licht, das bleibt –
auch wenn ich es manchmal nicht spüre.
Ich danke für die Güte, die in mir wohnt.
Nicht für eine Güte, die alles gutheißt,
sondern für die stille Kraft,
die mein Herz weich werden lässt
und das Unvollkommene achtet.
Ich danke für den Frieden, der in mir lebt.
Nicht für einen Frieden, der Parolen braucht,
sondern für jenen Frieden,
der als lebendiges Licht in mir ruht.
Ich danke für das Mitgefühl, das mich erfüllt.
Nicht für das Mitgefühl, das sich in Worten zeigt,
sondern für das stille Erkennen,
das Herzen öffnet und Hände reicht.
Ich danke für das göttliche Licht in mir.
Nicht für ein Licht, das mich über andere stellt,
sondern für das Licht,
in dem ich sein darf –
ganz und gar ich selbst.
aus dem Buch Mein Herz in deinem
Montag, 5. Mai 2014
Gespräche mit Gott
Sonntag, 27. April 2014
Die Schuldfrage
Der Mann war furchtbar wütend, schrie und schimpfte und beleidigte den Meister.
Daraufhin verbeugte sich der Meister mit einem milden Lächeln und sprach: "Ich weiß nicht, wer von uns an dem Zusammenstoß die Schuld trägt. Ich bin aber auch nicht gewillt, meine kostbare Zeit mit der Beantwortung dieser Frage zu vergeuden. Deshalb: Wenn ich die Schuld trage, entschuldige ich mich hiermit und bitte Sie für meine Unachtsamkeit um Verzeihung. Falls Sie der Schuldige waren, können Sie die Sache einfach vergessen."
Er verbeugte sich noch einmal und ging mit einem Lächeln im Gesicht seines Weges.




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