Samstag, 4. April 2015

Für immer jung....




Di soll's geb'n, solang's die Welt gibt,
und die Welt soll's immer geb'n,
ohne Angst und ohne Dummheit,
ohne Hochmut sollst Du leb'n.
Zu de Wunder und zur Seligkeit
is' dann nur a Katzensprung,
und wann du willst,
bleibst immer jung.
Du sollst wachsen bis in' Himmel,
wo du bist, soll Himmel sein,
du sollst Wahrheit reden, Wahrheit tun,
du sollst verzeih'n.
Wann'st Vertraun hast in di selber,
dann brauchst ka Versicherung
und wann du willst
bleibst immer jung.

Du sollst nie aufhörn zum Lernen,
arbeit' mit der Phantasie,
wann'st dei Glück gerecht behandelst,
dann verlassts di nie.
Und du sollst vor Liebe brennen,
und vor Begeisterung,
weil dann bleibst
für immer jung.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Der Bär, der Tiger und der Jäger

Einst bahnte sich ein Jäger seinen Weg durch das dichte Grün des Dschungels, als er sich plötzlich dem König des Waldes, einem mächtigen Tiger, gegenüber sah. In wilder Flucht, schon den heißen Atem hinter sich spürend, kletterte der Jäger rasch auf den nächsten großen Baum - weit hinauf, um der Reichweite der scharfen Krallen zu entrinnen.

Hoch oben in diese Krone hatte sich auch ein Bär zurückgezogen, um dort zu meditieren. Der Tiger rief ihm zu: "He, Gevatter Bär. Sieh nur unseren gemeinsamen Feind. Hunderte unschuldiger Tiere hat er getötet. Die Köpfe und Felle unserer Verwandten schmücken sein Haus, und er brüstet sich als Krone der Schöpfung. Los, wirf ihn herab. Ich bin hungrig und will ihm seinen verdienten Lohn geben."

Darauf sprach der Bär: "Lieber Tiger, dieser Jäger hat in meinem Haus Zuflucht gesucht. Einen Hilfesuchenden auszuliefern ist ein Unrecht. Ja, auch wenn dieser Mann aus Gier und Habsucht handelte, so ziemt es sich doch nicht für ein Wesen von höherer Intelligenz, einen Schwachen und Bedrängten dem Tode zu weihen."

Da sprach der Tiger zu dem Jäger: "He, Jäger, wie du hörst, wird der Bär dir nichts tun. Los, wirf ihn herab. Ich bin hungrig, und nachdem ich ihn gefressen haben werde, kannst du getrost weiterziehen. Das verspreche ich bei meiner Königsehre."

Da gab der Jäger dem Bären einen kräftigen Tritt, damit dieser aus dem Baume fiele. Der Bär jedoch konnte noch rasch einen anderen Ast ergreifen und sich retten.
Darauf hob der Tiger wieder an: "He, Bär, da siehst du die abscheuliche Gesinnung des Menschen. Er betrachtet uns Tiere als niedrige Wesen und ist sich nur selbst der Nächste. Er verleumdet unsere große Mutter und seine eigene Herkunft, Er ist der Feind aller Lebewesen. Jetzt, da er dich töten wollte, kannst du ihn mir getrost übergeben."

Darauf sprach der Bär: "Noch nie habe ich gehört, dass Rache einem Wesen nützlich wäre. Vielmehr tötete dieses Gift auch immer seinen Wirt. Unrecht mit Unrecht zu vergelten ist eine große Sünde, und ein Wesen mit höherer Intelligenz lädt niemals eine solche Sünde auf sich. Ich will und werde meine Werte, nach der Wahrheit zu streben, nicht aufgeben. Selbst wenn jemand gemein und hinterlistig handelte, so ziemt es sich für kein Wesen, sich zu erniedrigen. Nur der Schwache gibt leichtfertig seine Werte auf."

aus Kukulu Kumuhaha, das Wunder der Segnung 
von Ulrich Duprée und Andrea Bruchacova 






Donnerstag, 12. Februar 2015

Eine buddhistische Weisheit...

Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, 
bist du noch weit ab vom Weg der Weisheit!


Mittwoch, 31. Dezember 2014

Ein bisschen mehr Frieden...


Ein bisschen mehr Frieden und weniger Streit. 
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass. 
Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre was.

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh. 
Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du. 
Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut. 
Und Kraft zum Handeln - das wäre gut. 

In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht. 
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht. 
Und viel mehr Blumen während des Lebens, 
denn an Gräbern - da blüh'n sie vergebens. 

Peter Rosegger (1843 - 1918)






Montag, 27. Oktober 2014

Desiderata



Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast
und vergiss nicht, welcher Frieden der Stille innewohnen kann.

Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich,
in freundlicher Beziehung zu allen Menschen.
Sprich deine Wahrheit ruhig und klar und höre den anderen zu,
auch den Geistlosen und Unwissenden;
auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen,
sie sind eine Qual für den Geist.
Wenn du dich mit anderen vergleichst,
könntest Du eitel oder bitter werden;
denn es wird immer jemanden geben,
der grösser oder geringer als du.
Erfreue dich deiner eigenen Leistungen
wie auch deiner Pläne.

Behalte das Interesse an deiner eigenen Laufbahn, 
so bescheiden sie auch sein mag;
sie ist ein echter Besitz in den wechselhaften Geschicken der Zeit.
In deinen Geschäften lass Vorsicht walten;
denn die Welt ist voller Arglist.
Aber dies soll dich nicht blind machen
gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit;
viele Menschen streben nach hohen Idealen;
und überall ist das Leben voller Heldenmut.

Sei du selbst.
Vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung.
Sei auch nicht zynisch, was die Liebe betrifft;
denn auch im Angesicht aller Dürre und Ernüchterung
kehrt sie doch immer wieder, wie das Gras.

Nimm gelassen den Rat der Jahre an,
und gib mit Anmut die Dinge der Jugend auf.
Stärke die Kraft des Geistes, 
damit sie dich vor plötzlich hereinbrechendem Unglück schütze.
Aber beunruhige dich nicht mit dunklen Ahnungen.
Viele Ängste entstehen aus Erschöpfung und Einsamkeit.
Bei einem heilsamen Maß an Selbstdisziplin
gehe behutsam mit dir selbst um.

Du bist ein Kind des Universums,
nicht weniger als die Bäume und die Sterne;
du hast ein Recht hier zu sein.
Und ob es dir nun bewusst ist oder nicht;
zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen.

Darum lebe in Frieden mit Gott,
was für eine Vorstellung du auch von ihm hast,
und was immer dein Streben und Sehnen ist,
bewahre dir in der lärmenden Wirrnis des Lebens 
den Frieden in deiner Seele.

Trotz all ihrer Trugbilder, 
ihrer Schinderei und ihrer zerbrochenen Träume
ist diese Welt doch wunderschön.
Sei fröhlich.
Strebe danach, glücklich zu sein.


Max Ehrmann (1872 - 1945)

Freitag, 24. Oktober 2014

Wieder einmal etwas zum Thema Vergebung...

Vergebung bedeutet, jeglichen Anspruch auf Rache für immer aufzugeben.

So definiert es Ron Smothermon, ein amerikanischer Autor und Seminarleiter, in seinem Buch „Drehbuch für Meisterschaft im Leben“.
Eine klare Aussage. Und eine kraftvolle.

Doch was bedeutet es wirklich, den Anspruch auf Rache für immer aufzugeben?

Es bedeutet, zu akzeptieren,
dass wir keinen Anspruch auf ein bestimmtes Verhalten anderer Menschen haben.
Es bedeutet, dass es keine Rolle spielt, ob die Person, der wir vergeben wollen,
ihr „Vergehen“ bereut – oder ob sie es wiederholt.
Vielleicht sogar mehrmals.

Denn wenn wir vergeben haben,
dann haben wir vergeben.
Wir müssen es nicht wiederholen.
Wenn wir dennoch das Bedürfnis verspüren,
„noch einmal zu vergeben“,
haben wir es vielleicht noch nie wirklich getan.

Vergebung bedeutet auch, sie an keine Bedingungen zu knüpfen.
Alle selbstgerechten „wenn-dann“-Spielchen
(WENN du das nie wieder tust, DANN vergebe ich dir)
klingen vielleicht freundlich –
aber Vergebung sind sie nicht.

Wenn wir vergeben,
befreien wir nicht den anderen.
Wir befreien uns selbst.
Von Groll. Von Schuldzuweisungen. Von Wut.
Von dem Wunsch, dass jemand für unsere Verletzung „bezahlen“ soll.

Wir nehmen uns selbst aus dem Spiel des Urteilens heraus –
und lassen den anderen in seiner Verantwortung.
Hier, jenseits von „gut“ und „böse“,
jenseits von „richtig“ und „falsch“,
übernehmen wir die volle Verantwortung
für unser Fühlen.
Und lassen den anderen ganz in seinem.

„Vor Sonnenuntergang übe Vergebung“,
sagt eine alte hawaiianische Weisheit.
Nicht, weil wir es müssen.
Nicht, weil jemand es von uns erwartet.
Sondern weil es unsere Wahl ist.


Wir können wählen.

Ob wir die alten Geschichten weitertragen,
oder ob wir sie still auf einen Stein legen
und weitergehen –
leichter, freier, ohne Schuldige.

Ob wir unser Herz
immer wieder in das zurückziehen,
was war –
oder ob wir es atmen lassen
im Licht des Jetzt.

Vergebung heißt nicht:
„Es war in Ordnung.“
Vergebung heißt:
„Ich lasse los, dass du für mein Leiden zuständig bist.“
Ich entlasse dich
aus der Geschichte, die ich über dich geschrieben habe.
Und ich entlasse mich selbst
aus der Rolle der Gekränkten.

Das ist keine Gnade.
Das ist kein Verdienst.
Es ist: Freiheit.

Und sie beginnt genau dort,
wo wir nicht mehr Recht haben wollen –
sondern heil sein möchten.

Vergebung ist nicht etwas, das wir tun.
Es ist etwas, das in uns still geschieht,
wenn wir uns erinnern,
wer wir in Wahrheit sind.



🤍

Montag, 13. Oktober 2014

Glück...


Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht,
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

Glück ist Regen, wenn es heiß ist,
Glück ist Sonne nach dem Guss,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst,
Glück ist auch ein lieber Gruß.

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

Mittwoch, 18. Juni 2014

What a wonderful world...

I see trees of green, 
red roses too. 
I see them bloom, 
for me and you. 
And I think to myself,
what a wonderful world. 

I see skies of blue, 
And clouds of white. 
The bright blessed day, 
The dark sacred night. 
And I think to myself, 
What a wonderful world. 

The colors of the rainbow, 
So pretty in the sky. 
Are also on the faces, 
Of people going by, 
I see friends shaking hands. 
Saying, "How do you do?" 
They're really saying, 
"I love you". 

I hear babies cry, 
I watch them grow, 
They'll learn much more, 
Than I'll ever know. 
And I think to myself, 
What a wonderful world. 

Yes, I think to myself, 
What a wonderful world.




Samstag, 14. Juni 2014

Mit wem gehst du eigentlich durch dein Leben?

Kürzlich stieß ich auf eine interessante Aussage:

Unser Leben ist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen.
Diese Erkenntnis stammt von Jim Rohn, einem der bekanntesten Motivationstrainer Amerikas.

Ein Gedanke, der nachhallt.
Denn plötzlich beginnt man, sich selbst in einem Spiegel zu betrachten,
der nicht nur das eigene Gesicht zeigt,
sondern auch fünf andere.

Wir denken ähnlich wie sie.
Wir haben eine vergleichbare Einstellung zu Arbeit, Familie und Geld.
Wir verdienen in etwa gleich viel.
Sind ähnlich gesund – oder eben nicht.
Und wir sind oft auf erstaunlich ähnliche Weise zufrieden oder unzufrieden mit unserem Leben.

Das gibt zu denken.
Passen wir uns an unser Umfeld an?
Oder wählen wir es unbewusst so, dass es zu uns passt?
„Gleich und Gleich gesellt sich gern“ mag oft zutreffen –
doch ich glaube, die eigentliche Kraft (oder eben auch die Gefahr) liegt in der stillen Anpassung.

Vera F. Birkenbihl erzählte in einem ihrer Vorträge von einem Kollegen,
der ständig die Fälle durcheinanderbrachte:
„Bring mich doch bitte auch einen Kaffee mit.“
Sie sagte: Man muss schon sehr achtsam sein,
um das nicht nach drei Wochen selbst zu sagen –
und sei es aus Versehen.

Diese erstaunliche Anpassungsfähigkeit begegnet uns überall:
Ich erinnere mich an ein Ferienlager,
in dem nach wenigen Tagen kaum noch zu unterscheiden war,
wer Betreuer war und wer Kind.
Die Kinder waren übrigens geistig behindert.
Und doch: Sprache, Verhalten, Tonfall –
alles begann sich anzugleichen.

Ein anderes Beispiel:
Ein trockener Alkoholiker passt plötzlich nicht mehr zu seinem früheren Umfeld –
weil er aus dem Durchschnitt herausgewachsen ist.
Oft steht er dann allein da.

Wir übernehmen Dialekte, Mimik, Gestik, Meinungen –
mit einer Selbstverständlichkeit, die uns gar nicht auffällt.
Und manchmal wachen wir auf und fragen uns:
War das eben wirklich ich?

Es lohnt sich also, einen liebevollen Blick auf unser Umfeld zu werfen:
Wer sind die fünf Menschen, mit denen ich die meiste Zeit verbringe?
Wie leben sie?
Wie denken sie?
Sind sie offen, tolerant, gebildet, liebevoll?
Wachsen sie – oder kreisen sie um sich selbst?

Und vor allem:
Möchte ich so werden wie sie?

Natürlich muss man im Freundeskreis nicht gleich ein Köpferollen veranstalten.
Aber ein wenig Achtsamkeit bei der Wahl unseres täglichen Einflusses
ist vielleicht gut investiert.

Und nicht zuletzt:
Wir können auch selbst anfangen, diesen Kreis zu verändern.
Nicht, indem wir andere zurechtbiegen –
sondern indem wir still vorangehen.

Denn so wie andere auf uns abfärben,
färben auch wir ab.



Freitag, 13. Juni 2014

Ich fühle mich schlecht, und du bist schuld...

Ich fühle mich schlecht, und du bist schuld

Von klein auf lernen wir, dass es für jedes unangenehme Gefühl einen Schuldigen geben muss.

Ich erinnere mich an meine Volksschulzeit. In meiner Klasse war ein Mädchen, das aus einer sozial schwachen Familie kam. Die Lehrer mochten sie nicht besonders – und wir Kinder übernahmen diese Haltung, ohne sie zu hinterfragen.
Sie wurde zum Sündenbock. Was immer in der Klasse schiefging – jemand hatte etwas verloren, etwas war kaputt, wir waren zu laut, es roch seltsam – sie war schuld.
Und die Lehrer akzeptierten das meist kommentarlos. Ich verstehe bis heute nicht, warum.

Damals fanden wir das alle praktisch. Wir mussten keine Verantwortung übernehmen. Niemand erklärte uns, was wir dadurch lernten: dass Schuldzuweisung ein legitimer Weg sei, sich selbst zu entlasten.

Auch in unseren Familien lief es oft nicht anders. Wenn Geschwister stritten, lautete die erste Frage:

„Und wer hat angefangen?“
Denn wer anfängt, ist schuld.

Wir sind älter geworden. Reifer, hoffentlich. Aber die Muster sind geblieben – nur die Schuldigen haben sich verändert.
Heute heißen sie:
Politiker,
Impfgegner oder Impfbefürworter,
die ungezogenen Kinder.
der gefühllose Partner,
die Schwiegermutter,
die „Andersdenkenden“,
– je nach Lebenslage.

Manchmal genügt es schon, dass jemand eine andere Meinung hat, die wir nicht verstehen (oder nicht verstehen wollen), damit Ärger, Wut und Ablehnung aufsteigen.
Doch kein einziges dieser Gefühle entsteht durch den anderen.
Jedes dieser Gefühle ist unsere eigene Entscheidung.

Diese Erkenntnis dämmert oft leise – irgendwo im Hinterkopf.
Aber sie ist da.

Was immer wir anderen anlasten – ob schlechte politische Zustände oder das emotionale Chaos in uns – das Muster bleibt gleich:
Du bist schuld daran, dass ich mich schlecht fühle.

Ich habe diesen Mechanismus bei mir selbst oft entdeckt.
Manchmal tappe ich fast beiläufig hinein.
Ich urteile über Menschen, die selbst viel urteilen –
und mache dabei exakt dasselbe wie sie.
Ich fühle mich moralisch überlegen –
und verliere dabei meine Klarheit.

Ich erinnere mich an einen Satz aus „Sara und die Eule“ von Esther und Jerry Hicks:
„Du kannst dich an die Kette des Schmerzes hängen – oder an die Kette der Freude.“
Ich hänge mich manchmal unbemerkt an die falsche.
Und meist dann, wenn ich glaube, besonders recht zu haben.

Doch Intoleranz bleibt Intoleranz –
egal, aus welcher Richtung sie kommt.

Auch meine Meinung steht nicht über der Meinung anderer.
Auch meine Wahrheit ist nur ein Aspekt von vielen.

Diese Erkenntnis hat heute in mir gearbeitet.
Und ich habe entschieden:
Ich kehre zurück zur Kette der Freude.

Nicht, weil ich es „sollte“.
Sondern weil es sich so viel leichter lebt.
Weil ich die Verantwortung für meine Gefühle nicht mehr abgeben will.
Und weil ich wieder spüren möchte,
dass Frieden nicht entsteht,
wenn die Welt sich ändert –
sondern wenn ich es tue.

ALOHA! 🌺




Sonntag, 11. Mai 2014

Danke

Ich danke für die Liebe, die in mir ist.

Nicht für die Liebe, die kommt und geht,
sondern für das innere Licht, das bleibt –
auch wenn ich es manchmal nicht spüre.

Ich danke für die Güte, die in mir wohnt.
Nicht für eine Güte, die alles gutheißt,
sondern für die stille Kraft,
die mein Herz weich werden lässt
und das Unvollkommene achtet.

Ich danke für den Frieden, der in mir lebt.
Nicht für einen Frieden, der Parolen braucht,
sondern für jenen Frieden,
der als lebendiges Licht in mir ruht.

Ich danke für das Mitgefühl, das mich erfüllt.
Nicht für das Mitgefühl, das sich in Worten zeigt,
sondern für das stille Erkennen,
das Herzen öffnet und Hände reicht.

Ich danke für das göttliche Licht in mir.
Nicht für ein Licht, das mich über andere stellt,
sondern für das Licht,
in dem ich sein darf –
ganz und gar ich selbst.


aus dem Buch Mein Herz in deinem




Montag, 5. Mai 2014

Gespräche mit Gott

Die Wahrheit ist, dass die meisten Menschen nicht denken wollen. 
Sie wählen Führer, sie unterstützen Regierungen, 
sie folgende Religionen, die kein unabhängiges Denken erfordern. 


Neale Donald Walsch in „Gespräche mit Gott, Band 2"



Sonntag, 27. April 2014

Die Schuldfrage

Der Meister ging eine Straße entlang.
Plötzlich stürmte ein Mann aus einem Hauseingang, so dass die beiden heftig gegeneinander prallten.

Der Mann war furchtbar wütend, schrie und schimpfte und beleidigte den Meister.

Daraufhin verbeugte sich der Meister mit einem milden Lächeln und sprach: "Ich weiß nicht, wer von uns an dem Zusammenstoß die Schuld trägt. Ich bin aber auch nicht gewillt, meine kostbare Zeit mit der Beantwortung dieser Frage zu vergeuden. Deshalb: Wenn ich die Schuld trage, entschuldige ich mich hiermit und bitte Sie für meine Unachtsamkeit um Verzeihung. Falls Sie der Schuldige waren, können Sie die Sache einfach vergessen."

Er verbeugte sich noch einmal und ging mit einem Lächeln im Gesicht seines Weges.


(aus "Eine Minute Unsinn" von Anthony de Mello)


Samstag, 26. April 2014

Gespräche mit Gott



Um wieviel fabelhafter könnte ich es denn noch gemacht haben? 
Ist es euch nicht gestattet, alles zu erfahren? 
Die Tränen, die Freude, den Schmerz, das Glück, den Überschwang, 
die massive Depression, den Gewinn, den Verlust, das Schicksal? 
Was gibt es noch mehr?

Neale Donald Walsch in "Gespräche mit Gott", Band 1